Prinzip der Albumin-Dialyse nach dem OPAL-Verfahren:

Das Albumindialyse-Verfahren setzt an frühere Plasmaaustausch- oder Plasmapherese-Verfahren an, um die Giftstoffe aus dem Blut des Patienten zu entfernen. Diese „alten“ Verfahren kämpfen jedoch mit unerwünschten Reaktionen mit den Austauschflächen (Komplementaktivierung, Fibrinogenadsorption, allergische Reaktionen) als auch zur ungewünschten Entfernung von wichtigen Faktoren aus dem Blut des kranken Patienten. Folglich konnte den Patienten damals nicht in dem gewünschten Maße geholfen werden.

Das Prinzip:

Das neue Albumindialyse-System OPAL trennt das Blut des Patienten durch eine spezielle Blut-Membran von einem Albuminkreislauf, der die Giftstoffe aufnimmt. Die Aufreinigung dieser Albuminlösung erfolgt über eine LowFlux-Membran (FX10) und einen neuen Adsorber (Cluster12). Dieser Kohleadsorber nimmt die sonst albumingebundenen Giftstoffe nahezu komplett auf und reinigt somit das Albuminmolekül. Dieses kann dann erneut die Blut-Membran passieren und neue Toxine aufnehmen.

Die Albumindialyse-Membran beim OPAL-Verfahren:

Der Mechanismus der Albumindialyse-OPAL-Therapie ähnelt dem Prozess, der an der Membran einer gesunden menschlichen Leberzelle abläuft. Die spezielle Blut-Membran ermöglicht zusammen mit einer speziellen Albuminlösung als Dialysat die gleichzeitige Eliminierung der albumingebundenen und wasserlöslichen Toxine. Das wertvolle Albumin wird in einem kontinuierlichen Kreislauf im System zurück gewonnen.

Die Blut-Membran:

Die spezielle Blut-Membran besitzt die gewünschten Eigenschaften, auf der Blutseite die Giftstoffe im freien Blut als auch das an Albumin gebundene Toxin per freier Diffusion auf die Dialysatseite mit dem relativ sauberen Albumin passieren zu lassen.

Nachdem die albumingebundenen Toxine ihre blutseitigen Trägerproteine verlassen und die Poren der speziellen Membran passiert haben, werden die von den Albuminmolekülen im Mittelkreislauf übernommen und abtransportiert. Durch die Adsorptionssäule wird das beladene Albumin im Mittelkreislauf wieder regeneriert und kann im Blut-Filter erneut Toxine übernehmen.
Der „single pass“ Dialysekreislauf rechts ermöglicht gleichzeitig die Elimination wasserlöslicher Substanzen und die Aufrechterhaltung und Einstellung des Säure/Basen-Haushaltes sowie der Elektrolytkonzentration.

Ferner kann hier wie bei herkömmlichen Hämofiltrations-Verfahren auf Intensivstationen der Volumenhaushalt des Patienten gesteuert werden.

Das Prinzip im Detail:

Das Blut des Patienten fließt über einen Katheter in einen extrakorporalen Kreislauf mit einem Hämodialysegerät, der eine spezielle Hohlfasermembran (siehe rechts) enthält. Die Außenseite dieser Membran wird von einer rezirkulierenden humanen Albuminlösung umspült und somit gereinigt. Da die „Lebertoxine“ mittels Proteinbindung transportiert werden, bewirkt dieser Mechanismus die treibende Kraft für diese Toxine, die Blut-Membran zu passieren. Die bindende Lösung wird dann direkt in einem geschlossenen Kreislauf regeneriert (hepatische Detoxifikation) und wird selbst mittels einer gedämpften wässrigen Lösung (renale Detoxifikation) der Dialyse unterzogen. Nach dieser Regenerierung kann die Membran wieder mittels der gereinigten Albuminlösung gereinigt werden. Dieses Prinzip gestattet den Ersatz der entgiftenden Funktion der Leber, die wenn sie bei Leberversagen nicht vorhanden ist, lebensgefährlich ist.

Falls Sie Interesse haben, diese Therapieform kennen zu lernen, vereinbaren Sie einen Termin unter info@hepanet.de